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Bewegungstypen

Lassen Sie sich nicht dadurch entmutigen, dass Sie vielleicht schon jahrelang nichts mehr getan haben. Es ist nie zu spät: „Die Leute mit der schlechtesten Fitness können den schnellsten Nutzen bewirken“, sagt der Sportmediziner und Diplomsport- lehrer Professor Karl Weber. Wer wieder regelmäßig trainiert, kann sein Leben laut Weber um bis zu ein Jahr verlängern – vor allem aber enorm an Lebensqualität gewinnen.

Bevor Sie nun die Sportschuhe anziehen und loslaufen, horchen Sie in sich hinein:

  • Welche sportlichen Aktivitäten ziehen mich an?
  • Wie fit bin ich zurzeit?
  • Was erwarte ich vom Sport?
  • Bin ich lieber allein oder in der Gruppe aktiv?

Wissenschaftler der Universität Bern haben verschiedene Gruppen von Sporttypen herausgefiltert. Zu welcher gehören Sie?

Die kontaktfreudigen Sportler

Sie wollen Energie tanken und entspannen; die Freude an der Bewegung steht für sie im Vordergrund. Wichtig sind Kontakt und Geselligkeit, Abnehmen nicht so sehr. Das regelmäßige Sporttreiben fällt ihnen bislang eher schwer. Sie fahren jedoch viel Rad und lassen gerne das Auto stehen, um zu Fuß zu gehen. Mannschaftssport ist die erste Wahl. Wie wär’s mal wieder mit Volleyball, Fußball oder Indiaca?

Die gesundheitsorientierten Sportler

Gesundheit und Fitness sind ihre zentralen Anliegen. Dazu zählt auch das Abneh-men. Charakteristisch für diese Gruppe ist, dass tatsächlich schon viele Beschwer-den und Risikofaktoren bestehen wie etwa Übergewicht, Rückenschmerzen und erhöhte Blutfettwerte.

Ein weiteres Merkmal: eine unterdurchschnittliche Ausdauer. Viele von ihnen treiben derzeit wenig oder keinen regelmäßigen Sport. Sportarten wie Nordic Walking, Joggen, Schwimmen oder Radfahren eignen sich – mehr noch als bei anderen Bewegungstypen ist jedoch die Absprache mit dem Arzt wichtig.

Die figurbetonten Stressabbauer

Fitness, Figur und Gewichtsreduktion in Kombination mit dem Abbau von Stress sind ihre Motivation. Bei Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit erreichen sie durch-schnittliche Werte; in Sachen Koordination liegen sie eher unter dem Durchschnitt. Jazzdance und Spinning sind gut, um Kalorien zu verbrennen, gleichzeitig stärken sie Kraft und Ausdauer.

Regelmäßiger Sport ist aber nicht nur für die Gesundheit gut, sondern auch für das seelische Wohlbefinden, wie Sportmediziner Weber betont. „Plötzlich kommen Sie wieder einen Berg hoch und müssen nicht den Lift nehmen“, erläutert der frühere Institutsleiter an der Deutschen Sporthochschule Köln. „Wer wieder mehr leisten kann, traut sich mehr zu und bekommt ein besseres Lebensgefühl“.

Die Aktiverholer

Sie möchten durch den Sport Kraft und Energie tanken und sich von den Alltagspro- blemen ablenken. Das Abnehmen steht nicht im Vordergrund. Überdurchschnittlich oft finden sich Männer in dieser Gruppe wieder. Die Aktiverholer sind schon ziemlich fit, besonders was die Ausdauer betrifft. Suchen Sie einmal Abwechslung zu den Ausdauersportarten: Vielleicht beim Paddeln, Skifahren, einer Trekkingtour oder beim Klettern.

Die gesundheits- und figurbewussten Geselligen

Kontakt ist ein wichtiges Motiv, um überhaupt Sport zu treiben. Oft waren diese Menschen schon früher Mitglied in Mannschaften. Viele haben Gewichtsprobleme, der Sport soll bei diesem Problem helfen. Bowlen, Lauftreffs und Skaten in der Gruppe brauchen viel Energie und bieten Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.

Die Erholung suchenden Sportler

Auch sie suchen Aktivierung und Entspannung, sehr wichtig ist ihnen aber auch die Ästhetik des Sports. Sie haben meist keine Figurprobleme. In punkto Kraft und Koordination liegen sie im Durchschnitt, fit sind sie bei Ausdauer und Beweglichkeit – Ausdauersportarten stehen hoch im Kurs. Zu diesem Typ passen Ski-Langlauf, Sommerski-Fahren auf Rollen, Yoga und Tai Chi in der Gruppe, Tanzen oder im Winter Schlittschuhlaufen.

Die figurbewussten Ästheten

Typisch für sie sind der Spaß an der Schönheit des Sports und das Bedürfnis, etwas für die Figur zu tun. Wettkampf, Kontakt zu anderen Menschen oder der Abbau von Spannungen spielen kaum eine Rolle. Überdurchschnittlich viele Frauen identifizieren sich damit. Kraft, Ausdauer und Koordination liegen im Durchschnitt, dafür sind diese Sporttypen meist sehr beweglich. Sie fühlen sich von Sportarten wie Gymnas-tik, Jazzdance, Tennis, Reiten, Turnen oder Leichtathletik angesprochen.

Die Erholung suchenden Individualisten

Charakteristisch für diese Gruppe ist, dass sie Erholung aber nicht unbedingt Kon-takt sucht. Diese Menschen möchten sich entspannen, aktivieren, Energie gewinnen und Dampf ablassen. Die Individualisten sind durchschnittlich fit, bei Ausdauer und Beweglichkeit liegen sie teilweise sogar über dem Schnitt. Männer sind eindeutig in der Unterzahl. Vielleicht haben Sie Lust auf Segeln, Surfen oder Snowboarden? Entspannung finden Sie bei Yoga und Tai Chi.

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